Vespa
Es herrschte noch Chaos kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. In der Überzeugung, mit der Vespa eine Lücke bei den vorhandenen Transportmöglichkeiten zu schließen, begannen die Brüder Enrico und Armando Piaggio im April 1946 mit der Erzeugung des mittlerweilen legendären Vespa-Rollers.
Die erste Vespa, das italienische Wort für Wespe, gab es mit 98 cm³, 1948 folgte ein Modell mit 125 cm³ und 1955 eines mit 150 cm³. Der Millionste Roller verließ schon 10 Jahre später, 1956, das Fließband in Pontedera in der Toscana. Dort rollten täglich 500 Vespa und 50 Ape vom Band.
Ostern im Veneto - Pasqua
Nun, Ostern in Italien hat nichts mit Ostern in Österreich oder Deutschland zu tun. Die einzige Gemeinsamkeit besteht darin, dass es hier und dort das wichtigste christliche Fest im Kirchenjahr darstellt. Damit hat es sich aber auch schon.
In Italien schenkt man sich (riesen-)große Schokoladeeier, verziert mit bunten Schleifen, verpackt in glitzerndes Papier und gefüllt mit allerlei Überraschungen. Am Ostersonntag gibt es einen Hefeteigkuchen, die Colomba Pasquale (“Ostertaube”). Der Ostermontag ist dann traditionell dem Familienausflug, dem Pasquetta gewidmet.
Mit auf den Ausflug wird die Torta di Pasquetta, auch Torta Pasqualina genannt mitgenommen. Ist aber keine Torte, sondern ein Kuchen aus Spinat, gekochten Eiern, Blätterteig und Ricotta. Wehe dem Mitteleuropäer, der sich unter Millionen italienischer Ausflügler in Ristoranti, am Meer oder in den Städten nicht wohlfühlt! Der hat dann die falsche Reisezeit nach Italien gewählt.
Oper in Venezia - Venedig
In Venedig, wo es gleich mehrere Theater im 17. Jahrhundert gab, buhlten die Impressario dieser Häuser um die feine venezianische Oberschicht, der “nobili”, die etwa mit 3.500 Personen einen nur geringen Anteil der rund 150.000 Einwohner der Lagunenstadt ausmachten.
So füllte denn das Bürgertum stehend die Parterreräume, während die Patrizier auf den Rängen Platz nahmen (und nicht selten war deren Liebensgeplänkel denen wichtiger und lautstarker als die Vorgänge auf der Bühne). Während das gemeine Volk lachte, Kaffee trank und stritt, warf die Gesellschaft in den Logen Tomaten und faule Eier auf das rumorende Volk, nicht selten auch wurde es mit Spucke überhäuft.
Geblieben von jener Zeit sind viele Opern- und Theaterhäuser, die noch heute von jenem Glanz zeugen, mit dem sie einst die Augen von ganz Europa auf sich gezogen hatten.
Das Podelta
Das Podelta bietet seinen Besuchern eine bezaubernde Landschaft, die reich an Natur, Geschichte, Tradition, Kultur und Kunst ist.
Die Habitats des Deltas sind sehr vielseitig. Das Land mit seinen alten Flussbetten, die fossilen Dünen, die Dämme, das Vorland, die Fischfanggebiete, die Lagune, die Buchten und die Sandbänke sind faszinierend unterschiedlich.
Das Delta des Po: Geschmäcker aus dem Wasser und aus der Erde
Die Küche und die Produkte des Delta del Po sind einfach und essentiell.
Es gehören u.A. Reis, Flussfisch usw. dazu. Dieses Gebiet hat versucht, sich bestmöglich zu verwalten, nach dem die Launen des Delta eine gute Verwaltung jahrelang erschwert haben. Allerdings hat selbiger Fluss über die Jahre das Territorium fruchtbar gemacht und somit die Qualität seiner Produkte erhöht, zu denen vor Allem der bekannte Reis als auch Nischenprodukte wie Knoblauch oder die amerikanische Kartoffel zählen.
Letzlich kann man nicht in das Deltagebiet kommen und auf den Genuss von Fisch verzichten…von Miesmuscheln und Muscheln bis zum Aal ist allles vorhanden. In sämtlichen einheimischen Trattorias und Restaurants werden die traditionellen Fischspezialitäten frisch zubereitet.
Küche in Venetien (Veneto)
Vier Grundelemente beherrschen die venetische Ernährung: Polenta, Reis, Bohnen und baccalà (Klippfisch). Auf diesen Angelpunkten entwickelt sich eine Geschmacksbandbreite, die ihre Auswahl in der Produktion der regionalen Landwirtschaft und Viehzucht und in der Verarbeitung der Produkte trifft. In Anbetracht der Geschichte dieses Landstrichs wundert man sich nicht, dass die vier Hauptpfeiler allesamt importiert wurden. Das Maismehl, angekommen im 16. Jh., wurde von der Serenissima (Republik Venedig) trotz des allgemeinen Misstrauens der Bauern gegenüber jedweder Neuheit (die Lombarden überwanden sich erst nach der von Manzoni beschriebenen Pest des Jahres 1630 und der auf sie folgenden Hungersnot zum Maisanbau!) aufgezwungen. Die Ankunft der Bohnen fällt in den gleichen Zeitraum. Der Reis, der infolge des venezianischen Handels mit dem Orient aus der arabischen Welt gekommen war, wurde ab der ersten Hälfte des 16. Jh. in den weiten Ebenen von Roverchiara und Palù im Gebiet des Veronese angebaut.
Weine aus Venetien (Veneto) - Vicenza - Venedig (Venezia)
Nördlich von Vicenza liegt die Stadt Breganze. Sie gibt ihren Namen dem strohgelben, delikaten weissen BREGANZE, sowie sechs weiteren Weinen; drei Weissweinen und drei Rotweinen.
Ganz in der Nähe wird der GAMBELLARA, ein blassgoldener, delikater Weisswein produziert, der nach der gleichnamigen Stadt benannt ist, die zwischen Verona und Vicenza liegt. Ein weiterer fruchtbarer Landstrich ist das Gebiet um den Piave; eine Flusslandschaft, die sich von Treviso bis zur Adria erstreckt. Der bekannteste Wein aus dieser Gegend ist der PROSECCO di CONEGLIANO/VALDOBBIADENE, ein eleganter Weisswein in den Varianten still oder sparkling.
Der MERLOT di LISON-PRAMAGGIORE, ein trockener, harmonischer Rotwein mit grasigem Bukett und der CABERNET di LISON-PRAMAGGIORE, ebenfalls ein schwerer Rotwein, werden in dem Gebiet zwischen den beiden Flüssen Livenza und Tagliamento angebaut. Dieser Teil Venetiens hat im italienischen Weinbau schon immer eine führende Rolle gespielt und die PIAVE-Weine sind ein Ausdruck der Vielseitigkeit und Genialität der hiesigen Wcinbauern.
Zu dieser Kategorie zählen acht Weine: vier rote - MERLOT, CABERNET, PINOT NERO und RABOSO, sowie vier weisse - TOCAI, PINOT GRIGIO, PINOT BIANCO und VERDUZZO. Der letztere ist ein delikater, hellgold bis -gelber, trockener, harmonischer Wein von beträchtlichem Ansehen.
Weine aus Venetien (Veneto) - Gardasee
Die Region VenetienVeneto) ist eine der bedeutendsten weinproduzierenden Regionen Italiens. SOAVE, der weltberühmte trockene Weisswein, und der bekannte, rubinrote VALPOLICELLA aus der Umgebung von Verona müssen nicht erst vorgestellt werden. Der BARDOLINO, ein delikater leichter Rotwein, wird ebenfalls hier in der Nähe des Gardasees, produziert.
Und auch die RECIOTO-Weine aus sorgfältig ausgewählten, sonnenverwöhnten Trauben, die vor dem Pressen getrocknet werden. Der weisse RECIOTO di SOAVE und der rote RECIOTO della VALPOLICELLA sind reichhaltige, süsse Dessertweine; der rote RECIOTO AMARONE della VALPOLICELLA ist eine körperreiche, trockene Variante.
Aus der Gegend südöstlich des Gardasees kommt der BIANCO di CUSTOZA, ein goldgelber, delikater, duftender und charaktervoller Weisswein. Weiter östlich, in der Nähe von Padua, befinden sich die COLLI EUGANEI, die Euganäischen Hügel, nach denen ein duftender strohgelber, ein milder rubinroter und ein süsser goldgelber MOSCATO benannt sind. Südlich von Vicenza, in der Nähe der Stadt Palladio, werden sieben COLLI BERICI-Weine produziert: vier weisse und drei rote, benannt nach den Berici-Hügeln, in Verbindung mit dem Namen der speziellen Traubenart, aus der sie gewonnen werden.
Cazzano di Tramigna
Im Tramigna-Tal, das seinen Namen von der Beschaffenheit des Bodens hat. Bewohnt seit frühgeschichtlicher Zeit, dann erschienen die Gallier und es ließen sich römische Familien nieder.
Von 1239 bis 1796 siedeln sich die Benediktinermönche, die Herren von Illasi, die Pompei an. In der Geschichte gibt es auch Taten von Napoleon und nationale Begebnisse mit der Unterwerfung von Venetien unter Österreich und der nachfolgenden Befreiung im Jahr 1866.
Arcole
Die ersten geschichtlichen Informationen über Arcole - seit 1184 eine Landstadt - gehen auf 979 nach Christus zurück. Um die Stadt rivalisieren die Grafen Sanbonifacio und die Ezzelini, die die Festung 1224 dem Erdboden gleichmachen.
Das Städtchen geht dank des Sieges von Napoleon über die Österreicher am 17. November 1796 in die Geschichte ein.
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