Käse aus dem Veneto
Im Überfluss vorhanden ist in Venetien die Kuhmilch, aus der in der Ebene in den Käsereien der grana padano hergestellt wird, während im Gebirge zwei sehr charakteristische Herstellungen alter Tradition vorherrschen: die des asiago und die des monte veronese. Diese beiden besonderen Käsesorten werden von der Herkunftsbezeichnung DOP geschützt und sie werden mit zwei verschiedenen Techniken hergestellt: mit teilweiser Entrahmung oder unter Verwendung von Vollmilch. Daraus ergeben sich bedeutende Produktionen, die auf die Anerkennung ihrer Herkunftsbezeichnung warten, aber auch regelrechte Unterprodukte mit rein handwerklichem Ursprung und von grossem Interesse wie der ricotta und der schiz.
Schafs- und Ziegenherden und folglich auch Schafs- und Ziegenkäse sind in dieser Region nur spärlich vorhanden und auf wenige vereinzelte Herstellungen begrenzt
Reisezeit-Gardasee
Ausgesprochen angenehm ist ein sommerlicher Aufenthalt in der Region Gardasee. Meist herrscht schönes Wetter, und es ist nicht allzu heiß. Als besonders erholsam gelten die recht trockenen Herbstmonate. Im Winter locken die schneesicheren Skigebiete in der weiteren Umgebung des Sees.
Im Frühling kann es in den Bergen recht unfreundlich sein. In manchen Jahren muß man bis in den Juni hinein mit viel Regen und in den Hochlagen auch mit Schnee rechnen.
Gabriele d´Annunzio
Gabriele d´Annunzio (1863 - 1938) war ein bedeutender, wortgewaltiger italienischer Dichter, ein Kriegshel und ein erfolgreicher Casanova. Er wollte sich als “Aussätziger” im mittelalterlichen Sinne wissen, als diese nämlich al “von Gott berührt” bzw. als heilig galten. Er muß ein Exzentriker sondergleichen gewesen sein, besessen von gierigem Lebenshunger, einem Hang zum Opium und zu schönen Frauen. Er galt als einer der umstrittensten Lyriker Italiens. Bis heute scheiden sich die Geister an seiner Person: War er nun ein begnadeter Dichter, ein Faschist, ein eitler Erotomane, ein Heiliger oder ein Aussätziger?
Gardasee - Hotelarchitektur
Hotelarchitektur des 19. Jahrhunderts am Gardasee
Die schönsten Hotelbauten des 19. Jahrhunderts am Gardasee finden Sie in Gardone mit dem Grand Hotel (1882, in Maderno mit dem Hotel du Parc (1895) und dem Hotel Bristol(1904), sowie in Saló mit dem Hotel Laurin (1911).
Gardasee - Benacus
Der Gardasee hieß in der Antike Lacus Benacus. Der Name leitet sich vom germanischen wardon ab und bedeutet Warte. Die Burg von Garda, aus wardon bzw. gardon und em italienischen guardare ableitbar, was soviel wie “Ausschau halten” bedeutet, hat dem See seinen Namen gegeben.
Cangrande della Scala
Cangrande della Scala übernahm als Nachfolger von Bartolomeo dell Scala die Alleinherrschaft über Verona (1311 - 1329). Unter ihm wandelte sich die Stadtrepublik zu einem Flächenstaat, in den Vicenza, Feltre, Belluno, Padua und Treviso einverleibt wurden.
Fischerei am Gardasee
Für Gardaseeanrainer war die Fischerei jahrhundertelang eine Existenzgrundlage. Garda, Sirmione und Porto Portese waren die Zentren der Gardaseefischerei. Nur noch ca. 100 hauptberufliche Fischer leben heutzutage am Gardasee, andere profitieren als Eigner oder Angestellte von den Fischfarmen, die die Gardasee-Forelle züchten, denn der Fischbestand im See wird kontrolliert und geht zurück, während sich die Nachfrage erhöht.
Vinci - Leonardo da Vinci
Das als Geburtsort Leonardo da Vincis berühmt gewordene Städtchen liegt umgeben von Olivenhainen auf den Hügeln von Montalbano. Natürlich steht der berühmte Sohn der Stadt nicht nur im Museo Leonardiano und dem Museo Ideale Leonardo da Vinci, welche eine der umfangreichsten Sammlungen an Maschinen, Erfindungen, Skizzen und Modellen ausstellen, im Mittelpunkt des Ortes.
Maremma - Land und Leute
An der Grenze zur Provinz Siena erhebt sich der höchste Berg der Toskana, der Monte Amiata. Im Winter kann man hier sogar Schifahren, im Frühling und Herbst lädt dieses Gebiet zu ausgedehnten Wanderungen, Ausritten oder Mountainbike-Touren ein.
Empfehlenswert ist auch ein Besuch in einem der zahlreichen Naturparks. Auf dem Monte Labbro sind die Tiere nicht in einem Gehege untergebracht, sondern bewegen sich frei. Wenn man nicht im Hochsommer bei der größten Hitze unterwegs sind, begegnet man Herden von Rehen, Hirschen, Wildschweinen und sogar Wölfen (deren Areal ist allerdings eingezäunt).
In dem an der Küste gelegenen Parco della Maremma (auch Parco dell´Uccellina) gibt es wunderbare Wanderwege. Unberührte Natur mit Maremma-Rindern und Wildpferden, so muss es hier früher überall einmal ausgesehen haben.
Die Lagune von Orbetello (WWF-Naturschutzgebiet) ist ein beliebter Rastplatz für Zugvögel. Über 70 Vogelarten kann man hier beobachten: Kormorane, weiße Löffler, Seeschwalben und am eindrucksvollsten sind wohl die großen Schwärme der orangepinkfarbenen Flamingos.
Die Maremma ist bisher touristisch noch nicht so erschlossen wie viele andere Regionen Italiens. Zu lange hielt sich das Bild von dem malariaverseuchten Küstenstreifen, in den niemand freiwillig wollte. Das erweist sich jedoch heute als Vorteil.
Maremma
Die Maremma ist eine landschaftlich sehr reizvolle Gegend, die viel Abwechslung bietet: an der Küste endlose helle Sandstrände mit Pinienwäldern, auf dem Monte Argentario kleine Felsbuchten, die zum Tal nur zu Fuß erreichen sind, mit klarem türkisfarbenen Wasser. Nicht zu vergessen sind die kleinen Inseln (Giglio, Giannutri), deren Besuch auf jeden Fall lohnt.
Die Ebene um Grosseto mit ihren Kanälen erinnert noch an die Zeiten, als sich hier ein weites Sumpfgebiet erstreckte. Damals war diese Gegend wegen der Malaria-Gefahr sehr unbeliebt. Heute wird hier vor allem Reis angebaut (“riso della Maremma”).
Im hügeligen Hinterland gibt es viele noch unberührte kleine mittelalterliche Dörfer zu entdecken. Da kann man so richtig in den Alltag dieser Orte eintauchen: auf der Piazza stehen ältere Männer herum, die lebhaft die neuesten lokalen Begebenheiten und die großen politischen Entwicklungen diskutieren. Die Frauen sind mit schweren Taschen unterwegs, beim Einkaufen in den gemütlichen “Alimentari” oder auf dem Wochenmarkt.



