Colognola ai Colli
Der Name ist römischen Ursprungs. Um das 11. Jahrhundert ist das Gebiet Lehen der Nogarola. Nach der Pest und den Seuchen von 1630 tritt Colognola mit der Ankunft des französischen Heeres im 18. Jahrhundert wieder in die Geschichte ein.
Cazzano di Tramigna
Im Tramigna-Tal, das seinen Namen von der Beschaffenheit des Bodens hat. Bewohnt seit frühgeschichtlicher Zeit, dann erschienen die Gallier und es ließen sich römische Familien nieder.
Von 1239 bis 1796 siedeln sich die Benediktinermönche, die Herren von Illasi, die Pompei an. In der Geschichte gibt es auch Taten von Napoleon und nationale Begebnisse mit der Unterwerfung von Venetien unter Österreich und der nachfolgenden Befreiung im Jahr 1866.
San Vigilio am Gardasee
Der Parco Baia delle Sirene (Bucht der Sirenen) ist immer schon ein Sinnbild der Ruhe. In seiner Mitte liegt, wie ein Schwimmbecken in die reizvolle Landschaft eingebettet, der Wasserspiegel der Bucht.
Von einem schattigen Plätzchen unter majestätischen Olivenbäumen aus kann man über dem Gardasee die herrlichen Sonnenuntergänge bewundern
Marano di Valpolicella
Von Fumane westlich fahrend erreicht man Marano, wo es sich sehr lohnt, die Wallfahrtskirche Santuario di Santa Maria Valverde zu besichtigen, vermutlich romanischen Ursprungs.
VENETO: Dörfer und Burgen zwischen Padua und Verona
Wenn man jene grüne Landschaft des Veneto betrachtet, die von den Hügeln um Soave in die Ebene übergeht, dann weiter nach Cologna Veneta und Bevilacqua zieht, die dann in der Nähe von Montagnana und Este dem antiken Flusslauf der Etsch folgt, um schließlich bei Monselice die gewundenen Hügellinien zu zeichnen, so hat sie die Form eines Lächelns.
Es ist ein Gebiet, das sich seiner Schönheit bewusst ist und das in ein dichtes Netz von Burgen, Villen und Klöstern eingebettet ist; reich an Orten, die auf eine antike Geschichte zurückblicken können.
Schon in der Vorgeschichte lebten hier Menschen, in der Zeit der Römer verwuchsen sie dann fest mit dem Land und bis heute wurde das Gebiet niemals von den Menschen aufgegeben.
Die Gastfreundschaft dieser Dörfer und Städte hat eine Tradition, die im Boden selbst verwurzelt ist.
Es ist die Straße der Burgen.
Wie ist der Gardasee entstanden?
Die Entstehung der alpinen Region erfolgte aufgrund starker Verwerfungen als Teil eines uralten Bruchsystems in der Erdoberfläche, das sich bis in die Zeit des Perm vor rund 250 Millionen Jahren zurückverfolgen lässt.
Als sich vor rund 60 Millionen Jahren die afrikanische Kontinentalplatte zu schieben begann, kam es in dem dazwschenliegenden Meer im Paleozän vor etwa 35 Millionen Jahren zum Auftauchen erster Landmassen aus dem Meer, deren Ablagerungen gestaucht und gehoben wurden.
So hat beispielsweise eine Verwerfung an der Ostküste des Gardasees die Gesteinsmassen Tausende von Metern vertikal gegeneinander verschoben, was man vom 2087 m hohen Monte Altissimo aus in der Nähe von Malcsine beobachten kann. Tiefgreifende Störungszonen durchziehen deshalb bis heute die gesamten Südalpen und sind Ursache für ab und zu auftretenden Erdbeben. Die wir riesige Hobel wirkenden Erosionkräfte verändern dann die Landschaft weiter.
Gardesana Occidentale - am Gardasee
Ein besonderes Erlebnis ist natürlich eine Fahrt auf der spektakulären Straße “Gardesana Occidentale”, der Westuferstraße, deren Tunnel und Galerien in den Berg gesprengt wurden und dadurch einzigartige Ausblicke auf den See ermöglichen.
So hat sich seit dem Besuch Goethes sicher so manches gewandelt, nicht aber die Faszination angesichts einer sowohl mediteran als auch alpenländisch wirkenden Landschaft mit vielfältigen Möglichkeiten, sich zu erholen.
Erlebniswelten am Gardasee
Moderne Attraktionen am Gardasee sind die zahlreichen Freizeitparks, darunter das “Gardaland”, eine Art italienisches Disneyland, und der Safaripark “Parco Natura Viva” mit seinen großen Freigehegen, in denen sich auch Löwen, Tiger und andere Wildtiere tummeln. Weinkellereien entlang der “Strada del Vino” (Weinstraße) und Ölmühlen laden zu Verkostungen ein, machen aber auch den jeweiligen Herstellungsprozess in Ausstellungen sichtbar.
Ein köstliches Schauspiel.....
So beschrieb vor gut 200 Jahren schon Johann Wolfgang von Goethe den Gardasee, den er im September 1786 auf seiner Italienreise besuchte: “Heute abend hätte ich in Verona sein können, aber es lag mir noch eine herrliche Naturwirkung an der Seite, ein köstliches Naturschauspiel, der Gardasee,…und ich bin herrlich für meinen Umweg belohnt worden”.



