Urbanes Leben am Gardasee
Die wunderhübschen Orte, die sich ans Ufer schmiegen, sind trotz des herrschenden Massentourismus von hässlichen Hotelneubauten verschont geblieben. Überall gibt es mittelalterliche Stadtzentren mit kopfsteingepflasterten, engen Gassen und farbenprächtigen Palazzi (Palästen) zu entdecken. Trutzige Skaligerburgen trohnen an vielen Stellen auf Felsvorsprüngen über den mittelalterlichen Städten und geben den Stadtansichten so ein prägnantes Bild, wie z.B. in Malcesine.
Gardasee-ausgesprochen reizvolle Kulisse
Direkt aus dem See erheben sich bis zu 2200 m hohe Berge, die an einigen Stellen schroff und felsig, an anderen von einer recht üppigen mediteranen Vegetation bedeckt sind. Zypressen, Olivenbäume, Zedern und Oleander gedeihen entlang der Uferregionen, in den höheren Lagen gibt es ausgedehnte hochalpine Heidelandschaften. So finden auch Wanderer, Mountainbiker, Kletterer und Freeclimber oder Paraglider eine abwechslungsreiche Landschaft.
Monte-Baldo-Seilbahn
Der Blick auf den Gardasee vom 2000 m über dem See gelegenen Monte Baldo ist umwerfend. Doch seit im Sommer 2002 die neue Seilbahn eröffnet wurde, ist schon die Fahrt zum Gipfel ein Erlebnis: Die Kabinen drehen sich langsam, so dass man einen herrlichen Rundumblick genießt.
Ausflug in den Norden zum Tennosee und Canale
Fährt man ein wenig ins Hinterland des Gardasees, kommt man oberhalb von Riva del Garda zum Tennosee. Dieser hübsche kleine See hat ausserordentlich sauberes Wasser und ist von kristallklarer smaragdgrüner Farbe. Eine Stunde dauert in etwa der gemütliche Spaziergang auf dem grasbewachsenen Ufer um den See herum. Und wer möchte, kann auch im See bei angenehmen Wassertemperaturen baden.
Man kann zwar nicht direkt an den See heranfahren, es gibt aber genügend Parkmöglichkeiten, und zum See kommt man über eine alte Holztreppe.
Nicht weit von hier ist der Wasserfall Cascata del Varone zu Fuss zu erreichen, hier stürzt das Wasser aus dem Tennosee 90 m tief in eine enge Klamm. Wer nicht nass werden möchte, sollte einen Regenschutz dabei haben.
Ein sehenswerter kleiner Ort im Tennotal ist Canale, wo bis heute die mittelalterlichen Ursprünge an den alten Häusern und Gassen zu sehen sind. Canale gilt als das schönste Dorf im Trentino.
Viele Künstler haben sich in dem gemütlichen Dorf niedergelassen ihm ihren “Stempel” aufgedrückt. Im Sommer kann man hier in einigen Ausstellungen die Werke besichtigen, und wer im August nach Canale kommt, kann beim mittelalterllichen Sommerfest mitfeiern.
Torbole - die windige Ecke am Gardasee
Torbole, an der engen Nordspitze des Gardasees gelegen, ist ein ehemaliges Fischerdort und hat auch jetzt nur ca. 1.000 Einwohner. Bekannt und ausserordentlich beliebt ist Torbole hauptsächlich bei Surfern. Die zuverlässigen kräftigen Winde des Gardasees haben diesen Ort zu einem Surferparadies werden lassen, und deshalb ist man hier hauptsächlich auf seine sportlichen Gäste eingestellt.
Hier ist ein ganzer Strandabschnitt nur für Surfer reserviert. In Surfcentern und den meisten Hotels und Campingplätzen kann man sich Surfbretter leihen, wenn man kein eigenes Surfbrett besitzt.
Torbole ist aber auch für Mountainbiker und Kletterer attraktiv. Von hier aus kommt man nach Nago, das etwas höher am Berg zwischen Weinbergen liegt. Hier führt eine serpentinreiche Strasse, die Strada del Monte Baldo, auf den gleichnamigen Berg hinauf. Blickt man hinunter, sieht man Gletscherköpfe aus der Eiszeit, die Marmitte dei Giganti. Deren Steilwände sowie der Kletterfelsen Palestra di Roccia sind ein bevorzugtes Ziel der Kletter-Begeisterten.
Salò am Gardasee
Die bekannte Einkaufsstadt Salò am Südwestufer des Gardasees ist auch als Urlaubsziel sehr begehrt.
Salò hat eine wunderschöne lange Uferpromenade mit vielen Restaurants und Cafés, in denen man ohne Verkehrslärm die Zeit geniessen kann. Salò war früher ein elegantes und wohlhabendes Seebad, und das kann man heute noch spüren.
Besonders beliebt in den Restaurants sind die Fische aus dem Gardasee, hauptsächlich die Gardasee-Felche oder der Lavarello.
Als in Salò gerade der Tourismus im Aufbau war, wurde die Stadt 1901 durch ein Erdbeben fast völlig zerstört. Daraus hat man gelernt und beim Wiederaufbau aus Sicherheitsgründen die Uferpromenade auf Stelzen errichtet.
Eine Attraktion von Salò ist der grosse spätgotische Dom “Santa Maria Annunziata” mit seinem dreidimensional wirkenden Fussbodenmosaik. Ebenfalls sehenswert sind der Palazzo della Podestà sowie weitere alte Paläste und Arkaden.
Gardaland - Vergnügungspark
Seit 1975 gibt es das Gardaland, den grössten Freizeitpark Italiens. Er liegt in Castelnuovo del Garda zwischen Lazise und Pesciera del Garda. Ca. 3 Millionen Besucher jeden Alters aus dem In- und Ausland finden hier Spass und Nervenkitzel. Wer länger bleiben möchte, kann im Gardaland Hotel Resort, einem 4-Sterne-Hotel, übernachten.
Attraktionen wie dem Blue Tornado, dem Space Vertigo, den Jungle Rapids oder der Achterbahn Magic Mountain werden von den etwas Wagemutigeren bevorzugt. Wer es etwas ruhiger mag, kann die ägyptische Tempelanlage Abu Simbel, das Tal der Könige, einen alten englischen Hafen, ein Space Lab oder das dynamische Kino besuchen.
Im Sommer ist der Park bis Mitternacht geöffnet, und es gibt dann Lichterumzüge, Lasershows oder ein Feuerwerk zu sehen. Auch ein Theater hat das Gardaland zu bieten, hier können die Zuschauer eine Show mit Melodien aus amerikanischen Musicals erleben.
Eine weitere Attraktion ist das Palablu, ein hochmodernes Delfinarium- Hier kann man von einer Galerie durch riesige Fenster auf die Becken sehen und die Kunststücke der Delfine bestaunen.
Das inzwischen auch mit einer eigenen Fernsehshow berühmte Maskottchen des Gardaland ist der Drache Prezzemolo, das bedeutet einfach “Petersilie”. Aber er ist nicht allein, sondern wird von seinen Freunden Prinzessin Aurora, Pandabär Bambu, Vogel Pagüi, Tiger Ti-Gey und der Fledermaus Mously begleitet.
Malcesine
Ein sehr beliebter Urlaubsort ist Malcesine, es liegt direkt unterhalb des Monte Baldo am Nordostufer des Gardasees.
Wahrzeichen der Stadt ist die mächtige Scaligerburg. Steigt man hinauf, hat man von dort einen fantastischen Blick auf den Gardasee. Möchte man noch mehr Ausblicke auf den Gardasee haben, kann man mit der Seilbahn auf den Monte Baldo fahren. Die Bergstation ist auch ein beliebter Ausgangspunkt für Wanderer und Mountainbiker.
Die schöne Altstadt von Desenzano mit ihren Geschäften, Cafés, kleinen Plätzen und verwinkelten Gassen lädt zum Bummeln ein. Sehenswert ist auch der kleine Hafen und die Seeuferpromenade. Diese führt bis zur Halbinsel Val di Sogno.
Desenzano
Am südwestlichen Ufer des Gardasees liegt Desenzano. Da fast alle Städte rund um den Gardasee eine alte Geschichte haben, trifft man auch hier auf etliche historische Sehenswürdigkeiten.
Bedeutend ist das Wahrzeichen von Desenzano, der Alte Hafen. wo bis heute die Schiffe ihre Waren auf- und abladen. Ein antiker Bogengang umgibt den Hafen, hier findet man auch ein Monument der Gründerin des Ursulinenordens.
Ein Stück weiter die Strandpromenade liegt der Neue Hafen. Von hier aus verbinden Linienschiffe Desenzano mit anderen Orten am Gardasee.
Geht man noch weiter, kommt man zur Ruine der Villa Romana aus dem 3. Jahrhundert. Eine Besonderheit der Villa Romana ist ein gut erhaltenes Fussbodenmosaik von 240 qm Grösse.
Von dort aus ist es nur noch ein kurzer Weg bis zum Leuchtturm von Desenzano.
Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Kirche Santa Maria Magdalena. Sie wurde im 16. Jahrhundert erbaut und hat drei Kirchenschiffe. Ausserdem sind alte Gemälde von berühmten Künstlern zu sehen, darunter “Das letzte Abendmahl” von Tiepolo.
Aber Desenzano ist auch eine moderne Stadt und besonders für Jugendliche attraktiv, denn mit diversen Diskotheken ist auch für ein reges Nachtleben gesorgt.
Wer es sportlich mag, für den gibt es eine grosse Skate-Anlage sogar mit Flutlicht und natürlich Sport- und Tennisplätze.
Olivenöl - das flüssige Gold vom Gardasee
Olivenöl ist Bestandteil fast jeden Gerichtes in Italien, und natürlich auch rund um den Gardasee.
Das helle gelb-grüne Olivenöl hat einen fruchtig frischen Geschmack. Feine Gaumen sagen, es habe einen Nachgeschmack nach Gras und süssen Mandeln. Jedenfalls ist das Olivenöl aus der Region Gardasee mit seinem geringen Säuregehalt ganz sicher von feinem Geschmack. Selbstverständlich schmeckt das native Olivenö, d.h. frisch gepresst und ungefiltert am besten und enthält sicher die meisten gesunden Inhaltsstoffe.
Eine besondere Verwendung findet das frische Öl mit Basilikum aus der Gegend und Pinienkernen als Pesto für ein besonderes Nudelgericht.
Nur für besonders hochwertige Öle wie das Olivenöl vom Gardasee wird die DOP-Auszeichnung vergeben, eine geschützte Ursprungsbezeichnung nach strengen Regeln.
In Torri del Benaco können sich die Besucher über dieses besondere Produkt informieren, von der Herstellung bis zur Verkostung.
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